Auf den Spuren der ersten Siedler – Vegetarisches Chili aus dem „Dutch Oven“ mit selbstgemachtem Weißbrot und Sour-Cream-Dip

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Vor einigen Wochen habe ich zum ersten Mal von einem Dutch Oven gehört.

Dabei handelt es sich um ein traditionelles Kochgeschirr aus Gusseisen, das vor allem von den Pionieren und Siedlern bei der Besiedelung Amerikas benutzt wurde.
Im Groben besteht der Dutch Oven (DO) aus aus einem gusseisernen Topf mit dicht schließendem Deckel, der entweder Füße hat oder auf einer Art Dreibein steht, damit er direkt in der Glut oder in einem Lagerfeuer betrieben werden kann. Der Deckel hat eine Art Krempe, sodass man Kohlen auf ihn legen kann und somit mit Ober- und Unterhitze garen kann.

Für mich war klar, ich muss so ein Ding haben …!


Es gibt Dutch Oven in verschiedenen Größen, dabei wird der Durchmesser in Zoll angegeben. Die gängigen Größen sind 10 und 12 Zoll. Ich habe einen 12 Zoll DO bei Amazon bestellt (Big-BBQ DO 9.0 Dutch-Oven eingebrannter 12er Koch-Topf aus Gusseisen ohne Füße mit Zubehör).

Die Temperaturkontrolle erfolgt über den Durchmesser und die Anzahl der verwendeten Kohlebricketts.

 

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Zunächst habe ich folgenden Weißbrotteig gemacht.

Zutaten für den Teig:

660 g Mehl (405)
350 ml warmes Wasser
1 Packung Trockenhefe
2 TL Salz
1 TL Zucker
40 ml Olivenöl
etwas Sesam zum Bestreuen

Alle Zutaten werden mit dem Rührgerät 2 x 4 min geknetet (Bei der Größe des Teiges sollte man dem Rührer mal eine kurze Pause zum Abkühlen gönnen).
Es ergibt sich ein schön geschmeidiger Hefeteig, der nun erstmal an einem warmen Ort 2h gehen darf.
Im Anschluss wird der Teig nochmal angeknetet und daraus 14 Teiglinge geformt und diese gut bemehlt in den Dutch Oven gelegt. Die Oberseite wird mit Olivenöl bepinselt und locker Sesamsamen aufgestreut.

Der Dutch Oven stand dann noch mal eine knappe Stunde in der Sonne und der Teig ist prachtvoll aufgegangen.

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In einem Anzündkamin habe ich dann 25 Bricketts zum Glühen gebracht und dann ca. 15 auf den Deckel und 10 unter den DO gelegt.

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Ich hatte mit ca. 35 min Backzeit gerechnet, aber da der DO noch kalt ist, ist die Backzeit ca. 20 min länger, als im vorgeheizten heimischen Herd.

Nach rund 50 min konnten wir aber das hier aus dem DO holen.

Das Ergebnis hat mich total positiv überrascht. Der Teig ist aussen leicht gebräunt und schön kross, im Inneren ist er schön fluffig und leicht feucht.

 

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In der Zwischenzeit habe wir uns um das Chili gekümmert:

Zutaten:

4 Dosen gehackte Tomaten
4 Dosen Kidney-Bohnen (2 davon abgegossen)
2 Dosen Mais (abgegossen)
3 große Gemüsezwiebeln
2 große Knoblauchzehen
2 Chilis frisch
3 rote Paprika
200 g frische Tomaten
1 EL frische schwarze Pfefferkörner
2 TL Salz
3 EL Brauner Zucker
2 Gewürznelken
3 EL Paprikapulver scharf
1 TL weißer Pfeffer
2 EL Tomatenmark
1 EL Parikamark
4 EL Olivenöl

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Und so geht’s:

Die Zwiebeln und der Knoblauch werden grob gehackt und im DO mit dem Olivenöl ca. 5 min angebraten (1 Anzündkamin mit ca. 25 Bricketts alle drunter). Dann wird das Tomatenmark und das Paprikamark dazugegeben.

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Ich habe im Mörser die Gewürze zerrieben und eine schöne Gewürzmischung hergestellt. Die übrigen Gemüse werden genauso grob gehackt und mit angebraten. Dabei darf die Würzmischung auch mit dazu. Nach insgesamt 10 min Anbraten kommen die gehackten Tomaten, die Bohnen und der Mais mit in den Topf. Nun kann man die Kohlen wieder auf den Deckel verteilen und braucht etwas Geduld (90 – 120 min). Ich habe alle 20 min kontrolliert, daß nichts anbrennt und umgerührt.

 

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Der Chili-Topf hat schon einiges an Schärfe. Um das etwas abzudämpfen kann man einen Dip reichen.

Für den Dip:

2 Becher Sauerrahm
Salz
Pfeffer
1 Biozitrone
Schnittlauch

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Schnittlauch in kleine Stücke hacken, Saft und Abrieb der Zitrone mit den übrigen Zutaten vermengen. Fertig!

Wer sich über „Kochen über offenem Feuer“ noch etwas belesen möchte, dem kann ich das Buch „Dutch Oven“ von Carsten Bothe nur empfehlen (Dutch Oven: Kochen über offenem Feuer  16,99€). Hier werden von den geschichtlichen Hintergründen bis zu den Basics (Tempereaturkontrolle, Reinigung, Wartung, Einbrennen usw.) nahezu alles Fragen geklärt. Natürlich findet man auch viele Rezepte.

 

Viel Spaß

Peroneus

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