Joghurt selbst gemacht, so klappt’s

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Das alte Erbstück lag ewig in irgendeinem Keller herum, bis wir vor einigen Monaten darauf gestoßen sind.
Ein Joghurt-Bereiter von Krups
Ich erinnerte mich noch lebhaft an die Hobbythek-Sendungen, die früher im Fernsehen liefen und natürlich an Jean Pütz und seine unnachahmlichen Beschreibungen der Vorteile von „selbstgemachtem Joghurt“.

Meine Neugier war geweckt und ich habe ein bisschen im Netz recherchiert. Dabei bin ich auf  zahlreiche verzweifelte Hilfesuchende gestoßen, deren Joghurt einfach nix werden wollte.

Bei der Recherche bin ich wieder auf Jean Pütz gestoßen, der einen Online-Handel betreibt und dabei auch Produkte zur Joghurtproduktion vertreibt. Hier gibt es auch viele nützliche Infos rund ums Joghurt-Selbermachen.
Ich habe nicht lange gefackelt und ein Set mit Joghurt-Kulturen und Milchpulver bestellt.

Wenn man einiges beachtet, funktioniert die Produktion sehr zuverlässig…

Was man braucht:
– 1l Milch
– ein paar Körnchen der gefriergetrockneten Kultur
– 2 EL Milchpulver

und natürlich einen Joghurtbereiter.

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Wichtig sind vorallem die Vorbereitungen.
Zunächst will man ja Joghurt-Kulturen in Milch vermehren. Das heißt, man will keine anderen Bakteriern vermehren. Hierfür ist penible Hygiene wichtig.
Ich fülle die Gläser des Bereiters (ca. 6 x 150 ml) mit Wasser und erhitze sie in der Mikrowelle bis zum Kochen. Durch die Hitze werden die Gläser quasi desinfiziert / sterilisiert. Durch das Wasser werden evtl. anhaftende Spülmittelreste aus den Gläsern gespült, denn die können das Bakterienwachstum hemmen (v.a. nach der Reinigung in der Spülmaschine wichtig).

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Auch die Deckel der Gläser werden mit kochendem Wasser ausgespült.

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Alle anderen Utensilien, die mit dem Produkt in Kontakt kommen, werden mit kochendem Wasser ebenfalls desinfiziert.

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Anschließend lagere ich diese so, daß sie nicht mit anderen Geräten oder Oberflächen in Kontakt kommen.

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In einen Mischbehälter fülle ich dann die Milch ein.

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Die Bakterien vermehren sich optimal, wenn es um die 40 – 45 ° C hat. Deshalb wird die Milch entweder im Topf oder wie bei mir in der Mikrowelle auf Temperatur gebracht. Bei meiner Mikrowelle bei 800 Watt sind nach exakt 4 min 44 °C erreicht.

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Wenn die Milch zu heiß ist, muß man warten, bis 45°C durch Abkühlen erreicht sind, sonst sterben die Kulturen ab und nichts passiert.

Wenn die korrekte Temperatur eingestellt ist, kann man ein paar Körnchen der Kultur zugeben und das Milchpulver mit einrühren. Durch das Milchpulver soll das Joghurt stichfester werden.

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Wenn alles gut in der Milch aufgelöst ist, fülle ich die Gläser.

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Anschließend werden die Deckel aufgeschraubt und die Gläser in den Joghurt-Bereiter gestellt.

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Über die Dauer der „Bebrütung“ streiten sich die Geister.
Ich wähle 14 h am Gerät und habe damit gute Erfahrungen gemacht.

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Nach der Zeit werden die Gläser ohne groß zu wackeln oder zu schütteln vorsichtig in den Kühlschrank gestellt und dürfen dort noch ein paar Stunden fest werden.

Selbst gemachter Joghurt ist meist nicht so fest, wie gekaufter.
Es ist auch zu beobachten, daß sich Molke absetzt. Das ist normal.

Ich habe es mit verschiedenen Milchsorten probiert, mit und ohne Laktose, 0,1%, 0,3%, 1,5%, Vollmilch, Ziegenmilch. Bisher hat es mit allen geklappt.
Milchersatzprodukte wie Soja- oder Mandelmilch habe ich noch nicht probiert.

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So sieht das Ergebnis dann aus.
Der Joghurt hält sich im Kühlschrank dann für ein paar Tage (meist nicht, denn er ist wirklich lecker…)

Peroneus

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