Bulletproof Coffee

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Ich weiß nicht mehr, was ich im Internet recherchiert habe. Irgendwie bin ich über MCT-Öl gestolpert. Wenn ich mich recht erinnere, war es so eine „Kunden, die das kauften, kauften auch…“-Empfehlung.
Da ich es bislang noch nicht kannte, habe ich nachgelesen. MCT steht für engl. medium-chain triglycerides (Wikipedia-Artikel).
In diesem Zusammenhang fiel auch der Begriff „bulletproof coffee“.

Bulletproof Coffee – wer hat’s erfunden?
Dave Asprey ist Mr. Bulletproof (Link zur Homepage) und verspricht, mit seiner Philosophie könne man „the state of high performance“ erreichen.
Das Ganze ist ganz klassisch amerikanisch aufgemacht, der Erfinder hat bei seinen Reisen in Tibet den lokalen Tee mit Yak-Butter getrunken und sich gefühlt, wie noch nie zuvor. Zurückgekehrt nach Hause, hat er dann den „bulletproof coffee“ erfunden.
Im Prinzip geht es um Folgendes:
Einfacher Kaffee aus guten Bohnen, möglichst ohne Rückstände.
Dieser wird mit Butter (am Besten Weidemilchbutter) und MCT-Öl vermischt. MCT-Öl steckt zum Beispiel in Kokosfett.
Der „bulletproof coffee“ soll dann angeblich zu einer deutlichen Steigerung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit und zudem zu einem Sättigungsgefühl führen.
Nach meinem Dafürhalten riecht das alles nach „Einfaches Lebensmittel mit etwas Esoterik, ein bisschen Wissenschaft garniert, zum Super-Food-Trend stilisieren und dann gut vermarkten“.
Wer noch nach einem Sinn im Leben, einem Vorbild oder einer neuen Philosophie sucht, kann sich auf der Homepage umsehen.

Mich interessierte nur am  „bulletproof coffee“:
A. „…wie macht man ihn?“
B. Schmeckt er?
C. Hat er eine besondere – die versprochene – Wirkung?

A.
Ich benutze 350 ml schwarzen Bio-Filterkaffee, davon nehme ich ca. 50 ml ab. Diese Menge wird mit 1 EL“Kerry Gold“ und 1 EL Bio-Kokosfett im Mixer 10 s gemixt und dann mit dem Kaffee vermischt. Erstaunlicherweise bleiben die Fette gut emulgiert, d.h. es setzen sich oben keine Fettaugen ab.
B.
Auf den Geschmack war ich anfangs sehr gespannt. Durch das Kokosfett entsteht doch irgendwie eine süße Note, die Butter gibt dem Kaffee etwas Sahniges. Alles in Allem war ich positiv überrascht. Ich wäre nicht sofort darauf gekommen, welche Komponenten in dem Kaffee stecken, hätte ich es nicht gewußt.
C.
Über die Wirkung darf jeder selbst entscheiden. Die schnelle Energiebereitstellung der MCT ist erwiesen, da sie im Fettstoffwechsel einige Vorteile haben. D.h. sie werden leichter verstoffwechselt, als andere Fette und Fettsäuren. Das liegt zum einen daran, daß sie ohne Gallensäuren aufgenommen werden, sie müssen nicht von Pankreasenzymen gespalten werden. Sie gelangen auch ohne Umweg über das Lymphsystem ins Blut und werden in der Leber bevorzugt verstoffwechselt. Der Transport in die Kraftwerke der Zellen, die Mitochondrien, geschieht ohne, daß Carnitin benötigt wird. Sie werden zu Ketonkörpern umgewandelt, die das Gehirn neben Glucose (oder bei Glucosemangel, wie bei kohlenhydratarmer Ernährung) verstoffwechselt.
Das alles begünstigt den Einsatz von MCT in der Sporternährung als schneller Energielieferant.
Über die Auswirkungen im Bereich der Gewichtsreduktion gibt es Ergebnisse, die kein eindeutiges Urteil erlauben. Ich verwende das Kokosfett als natürlichen MCT-Lieferanten.

Nebenbei 15 g Butter = 112 kCal, 15 g Kokosfett = 135 kCal, damit kommt der „bullet proof coffee“ auch auf ca. 250 kCal.

Für mich kann der „bulletproof coffee“ somit ein Frühstück ersetzen.

Viel Spaß
Peroneus

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